Leben in Forchach

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Leben in Forchach 2018-08-06T19:49:57+00:00

Forchach wurde 1200 erstmals urkundlich als „Vorhach“ (Föhrenwald) erwähnt. Bis zum Jahre 1294 besaß der schwäbische Ritter Konrad Witzner das Land um Forchach. Im gleichen Jahr wurde es von ihm an das Füssener Stift verkauft. Nachdem ab 1326 das Land den Herren von Starkenberg gehörte, wurde Forchach eine Untergemeinde des Gerichtes Reutte.

Forchach liegt am Eingang ins Lechtal, ca. 14 km von Reutte entfernt. Die Gemeinde liegt auf 910m Seehöhe und zählt derzeit knapp 300 Einwohner. Die Nachbarorte von Forchach sind Weißenbach im Nordenwesten, Reutte im Osten und Stanzach im Süden. In der Nähe von Forchach liegt eine bekannte Hängebrücke über den Lech. Die etwa 75m lange Brücke ist über einen Rundweg zu erreichen und wurde am Anfang des letzten Jahrhunderts erbaut. Die Lechauen rund um Forchach bieten sich auch hervorragend für eine Wanderung an.

Älpele (Hochstanzeralpe)

1640 wurde den Vettern Christoph und Kaspar Singer und ihren Erben die Hochstanzer Alpe von Ferdinand Pischl, Pflegeverwalter zu Ehrenberg, mitsamt den Alprechten verliehen.

Die „Hochstanzer Alpe“ (1600 m) wird begrenzt östl. vom Schwarzhanskar (2227 m), Hühnerspiel (2068 m) und vom Gebirgsgrad mit der Bischofskappe gegen Westen. Von den ursprünglich sechs Hütten der Älpele und Hochmahdbesitzer steht heute nur mehr eine (vulgo Kaspes Hnr. 20).

Älpele und Hochmahdbesitzer: vulgo Heißes Hnr. 4, vulgo Breidles Hnr. 5, vulgo Nageles Hnr. 13, vulgo Greates Hnr. 18, vulgo Kaspes Hnr. 20, vulgo Bastes Hnr. 30;

Den Almboden und das obere Mahd kaufte Herr Generalkonsul von Oldenburg aus München, um sein Jagdrevier zu vergrößern. Am Almboden steht daher auch die Jagdhütte von Oldenburg. 1922 erhält die Gemeinde auf Grund des Wiederbesiedelungsgesetzes wieder das Recht, ihr Galtvieh auf die Alpe zu treiben. Es werden 50 bis 60 Stück Galtvieh aufgetrieben. Sie bleiben im Sommer im Freien.

Am 1.2.1965 erwirbt die Gemeinde Forchach das „Älpele“ mit 166 ha von den Besitzern Cornides- Bomhard.

Hängebrücke

Die im Jahre 1924 vom Ehrenbürger der Gemeinde Forchach, Kommerzialrat Dr. Carl Schwenk aus Ulm erbaute  Hängebrücke über den Lech ist eine echte Rarität. In ganz Tirol ist diese Brücke nur mit einem einzigen ähnlichen Brückenbauwerk bei Stams zu vergleichen.

Darüber ist in der Gemeindechronik Anfang September 1924 nachzulesen:

„Kommerzialrat Schwenk verbindet gegenwärtig seine beiden Jagdreviere hüben und drüben des Lech durch den Bau einer Hängebrücke. Dadurch wird das jenseitige Gebiet – Schwarzwassertal, Ratsberger Wald, Führenberg, Lailachspitze – auch für uns Forchachern zugänglich“.

Kurze Zeit darauf, Ende Oktober, wird in der Chronik festgehalten, dass die Gemeinde Forchach über eine interessante Neuigkeit verfügt:  Die Eisengießerei Hosp aus Reutte – sie wurde von der Brücke weit überlebt – montierte eine Drahtseilbrücke mit 72 m Spannweite über den Lech. Die beiden 28 mm  starken Drahtseile mit den daran befestigten Holzplanken wurden in zwei mächtigen Betonblöcken auf beiden Lechufern verankert.

Die Geschichte der Forchacher Hängebrücke ist aber auch gleichzeitig ein Stück Jagdgeschichte.

Pfarrkirche „Hl. Sebastian“

Vereine  und Institutionen (Freiwillige Feuerwehr, Musikkapelle, Gemeindeeinsatzleitung, Landjugend, Bauernbund, Pfarrgemeinderat,  Pfarrkirchenrat, Schützen, Katholischer Familienverband, Sozial u. Gesundheitssprengel,  Sportverein, etc.

Wirtschaft (Unternehmen in Forchach